Nelson Mandela,
75, neuer Präsident Südafrikas, trägt als Staatsoberhaupt nun auch die Hoffnungen deutscher Waidmänner. Die Jagdzeitschrift Wild und Hund berichtet voller Freude, daß Mandela ein »begeisterter Jäger« sei. Der Friedensnobelpreisträger habe in einem Wildreservat einen Bleßbock »mit gutem Blattschuß erlegt«. Für die Jagd könne »Mandelas Passion, die er ja mit vielen - allerdings meist weißen - Südafrikanern teilt, nur von Vorteil sein«. Allerdings machte die Zeitung einen Schwachpunkt beim Vorsitzenden des Afrikanischen Nationalkongresses aus. Seine Partei habe bei der Wildwirtschaft »noch ein konzeptionelles Defizit, nicht zuletzt, weil ihre politischen Köpfe alle aus den Städten kommen«. Für deutsche Verhältnisse gibt sich Mandela allerdings sehr unwaidmännisch: Das Trophäenfoto zeigt ihn bei der Jagd in einem Jogginganzug.