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DER SPIEGEL 51/1949
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Der Bürgerrat der Rheingemeinde Kleinkems bohrte den südbadischen Verwaltungsnerv an. Kleinkems brauchte einen neuen Brunnen. Freiburger Verwaltungsstellen schickten einen Experten der geologischen Landesanstalt. Der erkundete das Gelände und wies eine »geeignete Stelle« an. Die Kleinkemser bohrten und fanden nichts. Dann suchten sie sich selbst eine Bohrstelle und stießen auf Wasser. »Zwecks Auszahlung des staatlichen Bauzuschusses« machte der Bürgermeister später eine Eingabe an das südbadische Finanzministerium. Sein Antrag wurde mit der Begründung abgelehnt, die Gemeinde hätte den Brunnen an der vom Landesgeologen bezeichneten Stelle bauen müssen. Nachdem sie ihren eigenen Brunnen gegraben habe, müsse sie auch die Kosten allein tragen.