Neue Rolle für den King - DER SPIEGEL
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PHILIPPINEN Neue Rolle für den King

• aus DER SPIEGEL 49/2003
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Er war städtischer Polizeichef, selbstloser Lehrer und mutiger Kriegsheld - allerdings immer nur auf der Leinwand. Jetzt sucht er eine neue Rolle: Fernando Poe, 64, seit mehr als vier Jahrzehnten einer der populärsten Filmschauspieler der Philippinen, bewirbt sich um das höchste Amt der Inselrepublik. Die Ankündigung seiner Kandidatur für die 2004 anstehende Präsidentschaftswahl vorige Woche provozierte viele Vergleiche mit anderen Kinohelden, die zu Polit-Stars wurden, vor allem mit dem früheren Staatschef des Landes, Joseph Estrada. Der Schauspieler zog 1998 nach einem überraschenden Erdrutschsieg in Manilas Malacañang-Palast ein, bis er nach einem Korruptionsskandal zurücktreten und das Amt Vizepräsidentin Arroyo überlassen musste. Doch anders als sein Landsmann und enger Freund, der erst Bürgermeister und Senator war, bevor er dann zum Präsidenten aufstieg, ist der parteilose Poe »der erste ernsthafte Präsidentschaftskandidat ohne jede frühere Erfahrung in Politik oder öffentlichem Amt« ("Manila Times"). Einheimische Investoren und Unternehmer reagierten verschreckt auf die Aussicht, dass ein Kinoheld die Führung des verschuldeten Landes übernehmen könnte. Doch Poe, in seiner Heimat als »Da King« bekannt, gibt sich selbstbewusst: »Ich habe den Ruf des Volkes gehört und kann ihm nicht den Rücken kehren.«

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