Hausmitteilung Nigeria, Fitness, SPIEGEL WISSEN
Abé mit Boko-Haram-Opfern
Foto: ANDY SPYRA / DER SPIEGELUm die Menschen in Angst zu versetzen, haben Kämpfer der nigerianischen Terrorgruppe Boko Haram eine neue Strategie entwickelt: Sie benutzen entführte Frauen und Mädchen als Selbstmordattentäterinnen. SPIEGEL-Redakteurin Nicola Abé recherchierte in der nordostnigerianischen Stadt Maiduguri, sie traf Opfer der Terroristen, die aus der Gefangenschaft entkommen waren und über die perfiden Methoden berichten konnten. Wie diese Methoden wirken, das erlebte Abé in der Stadt: Während sie dort war, sprengte sich ein Mädchen vor Soldaten in die Luft. Die Menschen, sagt Abé, »sprachen ständig nur noch über die nächsten Anschläge, die sie kommen sahen«. Auf dem Markt wurde sie vor bettelnden kleinen Kindern gewarnt: Die müsse man verscheuchen, das seien lauter Attentäter. »Die Schutzlosen werden als Gefahr wahrgenommen«, sagt Abé. »So geht jede Empathie verloren.« zum Artikel
Buse im Fitnessraum
Foto: BERNHARD RIEDMANN / DER SPIEGELAls SPIEGEL-Reporter Uwe Buse im vergangenen Jahr begann, sich unter Aufsicht von Ärzten Testosteron zu spritzen, interessierte ihn, welche Wirkung das Hormon auf ihn haben würde, auf sein Leben, sein Befinden. Buse ist 53 Jahre alt, er fragte sich, ob das Versprechen der Pharmaindustrie, Testosteron lasse alternde Männer wieder jünger werden, auch nur ansatzweise stimmt. Neugierig war er auch, wie Kollegen, Freunde, Bekannte auf das Experiment reagieren würden. Sein Resümee: Die Mehrzahl der Frauen lehnte es ab, sie fanden es infantil, einige auch unverantwortlich. Männer waren interessierter: »vor allem diejenigen«, sagt Buse, »die erfolgreich im Beruf sind und unter dem Druck stehen, erfolgreich zu bleiben«. zum Artikel
Jeder Mensch sei ein Künstler, das war die Ansicht des Künstlers Joseph Beuys. Nun hat nicht jeder den Wunsch, eine museumsreife Fettecke zu hinterlassen wie der geniale, 1986 verstorbene Mann aus Düsseldorf. Unter »Kreativität«, dem Zauberwort unserer Zeit, wird meist anderes verstanden. »Urban sketchers« entdecken das Zeichnen, andere stricken engagiert, wieder andere treffen sich in Experimentierwerkstätten. Auch die Wirtschaft entdeckt das »Design Thinking«, um an das zu kommen, was möglicherweise in den Mitarbeitern steckt: die gute Idee. Die neue SPIEGEL-WISSEN-Ausgabe »Kreativität« erscheint am Dienstag, dem 26. April.