Nur heiße Luft - DER SPIEGEL
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Briefe

Nur heiße Luft
• aus DER SPIEGEL 30/2000
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Nur heiße Luft

Nr. 28/2000, Fußball: Franz Beckenbauers dritte Krönung

Ich schäme mich für die Entscheidung der Fifa und den Jubel um Beckenbauer, Schröder und Co. Es ist unverständlich, wieso man einem armen Land die lebenswichtige Chance zu weltweiter Selbstdarstellung genommen hat. Eine Entscheidung für Südafrika wäre für dieses Land von ungleich größerer Bedeutung gewesen als für Deutschland. Gab es auch wirtschaftlichen Druck auf Entscheidungsträger bestimmter Länder? Womöglich von politischer Seite? Das wäre ein Skandal. Ein Appell: Macht die Sache rückgängig!

LUDWIGSHAFEN GERD BAUER

Wenn andere Mitbewerber nicht im Stande sind, adäquate Repräsentanten ihres Staates für so ein Projekt zu mobilisieren, liegt es an ihnen selbst und nicht an der Stimme des Nichtbewerbers Ozeanien.

LAATZEN-GLEIDINGEN (NIEDERS.)

ANDREAS NEUMANN

Wegen der WM 2006 jetzt überall große Töne und Aufzählung der Vorteile für Deutschland - alles nur heiße Luft. In Wirklichkeit ist diese Veranstaltung ein Drauflegegeschäft. Hätte das Land der großen Egoisten zu Gunsten Südafrikas verzichtet, würde es uns mehr einbringen.

NEUENBURG HELGA SCHNITZLER

Dass die Fifa die Weltmeisterschaft nach Deutschland vergeben hat, ist nach dem Fiasko bei der Europameisterschaft nur logisch: Die deutschen Fußballfans sind ein Riesenwerbemarkt - wenn die deutsche Mannschaft mitspielt. Da deren Qualifikation durch Ausscheidungsspiele höchst unsicher ist, muss ihre Teilnahme als Gastgebermannschaft gesichert werden. Logisch.

NAIROBI DR. WALTER SCHORLIES

* Vor Bekanntgabe des WM-Austragungslands in Zürich.

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