Offenes Scheunentor - DER SPIEGEL
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Briefe

Offenes Scheunentor
• aus DER SPIEGEL 13/1996
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Offenes Scheunentor

(Nr. 11/1996, Viren: Ist der Abwehrkampf schon verloren?)

Leider erweckt Ihr Artikel den Eindruck, wir stünden der Virenentwicklung absolut hilflos gegenüber. Wir haben aber durchaus Möglichkeiten, die Virenverbreitung einzudämmen. Gegenüber dem biologischen Virus haben wir es mit Computerviren wesentlich einfacher. Sie benötigen einen Wirt, den sie nur über das Betriebssystem befallen können. Der Fall, daß ein Programm ein anderes modifiziert, ist in der täglichen Praxis sehr selten und deutet auf einen Virus hin. Würde der Benutzer vom Betriebssystem aufgefordert, in so einem Fall seine explizite Genehmigung zu erteilen, wäre das Scheunentor bei weitem nicht mehr so weit offen, wie es zur Zeit der Fall ist. Die Makroviren bedienen sich auch eines Mechanismus, der einfach überwacht werden könnte. Jeder, der ein Dokument öffnet, sollte erst gefragt werden, ob er die Ausführung eines Makros will. Auf diese Weise können sich Viren nicht mehr vermehren. Die Anwendungsprogrammierer und Betriebssystemhersteller sind also gefordert. *UNTERSCHRIFT:

Nürnberg MARKUS REINER

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