Opfer - DER SPIEGEL
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Opfer

• aus DER SPIEGEL 34/1949
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Die Vereinten Nationen nutzen die Chance internationaler Samariterdienste. Der amtierende Generalsekretär Byron Price bestimmte Frau Alva Myrda (Schweden) dazu, an Ort und Stelle die Hilfsmaßnahmen der UNO im Erdbebengebiet Ekuador zu leiten, sobald die Genehmigung des Wirtschafts- und Sozialrates vorliegt. Vor dem ekuadorianischen Kongreß gab der Präsident Plaza Lasso die Zahl der Todesopfer mit über 6000 an. 123000 Personen sind obdachlos. Der Sachschaden beträgt 10 Millionen Dollar. Zur Finanzierung des Wiederaufbauplans fordert Lasso die Bewilligung neuer Steuern und ein besonderes »Notopfer« für die Ausstellung amtlicher Dokumente. Der Präsident nahm persönlich an den Beisetzungsfeiern in der schwergetroffenen Stadt Ambato teil. Nur 20 Prozent aller Gebäude der 35000-Einwohner-Stadt sind noch bewohnbar. In den total zerstörten Gebieten werden die noch unbeerdigten Toten durch Abwurf von Brandbomben eingeäschert. Die Regierung verhängte den Kriegszustand, um die Indianer des halbwilden Salasaca-Stammes am Plündern zu hindern

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