Ostwind - DER SPIEGEL
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Ostwind

• aus DER SPIEGEL 7/1950
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Rechtzeitig zu den Wahlen sollen die bürgerlichen Parteien der Sowjetzone zu Tode gesäubert sein. Der Vorsitzende des CDU-Landesverbandes Sachsen-Anhalt, Professor Erich Fascher, ging den Weg seines parteiprominenten Professor-Kollegen Hickmann. Er wurde freiwillig zurückgetreten. Fascher hatte in einer Potsdamer Rede kein einziges Lobeswort für die Erfolge der Sowjetzonen-Regierung gefunden. Dafür empfahl er, sich vor dem »scharfen Ostwind« in acht zu nehmen. SED-Ohren verzeichneten so etwas als »doppelzüngige Politik«. - Jetzt leidet der politische Ausschuß der Ost-CDU an Personalmangelkrankheit. Man weiß keine Nachfolger für die drei CDU-Minister Rohner, Kunisch und Schwob. Sie zogen es vor, in Westberlin Ostflüchtlinge zu sein.

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