Panorama
Ruhig und kalt war das Wasser des Ärmelkanals am Donnerstagmorgen um 7.30 Uhr, als 13 Männer und 7 Frauen bei Cap Gris Nez auf der französischen Seite zum Kanal-Wettschwimmen um den 11 700-DM-Preis der englischen Zeitung »Daily Mail« starteten (o.). Schwimmer und Begleitboote teilten sich in 2 Gruppen, die eine von dem stämmigen ägyptischen Feldwebelleutnant Mareeh Hassan Hamad, 34, und dreien seiner Landsleute, die andere von Frankreichs Le Morvan geführt. Zur Mittagszeit konnten die Schwimmer den Dover-Kreidefelsen erkennen. Sie wurden von ihren Trainern mit gezuckertem Obst und Honig gefüttert (nur Englands Chapman aß unterwegs Hühnchen). Abends 7 Uhr
begannen die Aegypter einen Gewalt-Endspurt, angefeuert vom rhythmischen Händeklatschen und den arabischen Siegesgesängen ihrer Begleitmannschaften. 12 Stunden und 12 Minuten nach dem Start taumelte Hamad als erster auf den englischen Strand. Eine Minute später landete Roger Le Morvan. Als er von Hamads knappem Sieg hörte, fiel er seinem Trainer stumm verzweifelt um den Hals. »Er ist verloren«, murmelte der Trainer. 12 Stunden 43 Minuten brauchte die erste Frau, die robuste Brenda Fisher, 23. Meinte Sieger Hamad: »Ich tat es für meinen König (Faruk) ... Ich könnte jetzt sofort wieder nach Frankreich zurückschwimmen.« Die Annahme des englischen Preises verweigerte er nationalstolz