Papierkrieg
In separater Gemeinschaftsarbeit veröffentlichen die Alliierten eine Historie des zweiten Weltkrieges. Die Amerikaner übernahmen das Kapitel Rußland - Deutschland, in dem sie die Zusammenarbeit der Nazis und Sowjets von 1939 bis 1941 schildern. Bei der ersten Rezension griffen die Kreml-Kritiker zu der Bezeichnung »Geschichtsfälscher« und noch tiefer in die Goebbels-Vokabeln. Sie beanstanden, daß die Veröffentlichungen ausgerechnet eine für Rußland peinliche Zeitspanne beschreiben, während die Epoche der englisch-französischen Beschwichtigungspolitik unberührt bleibt. Und daß kein Wort über den Regen amerikanischer Dollars fiel, »der Hitler die finanzielle Möglichkeit gab, seine Kriegsmaschine zu bauen«. Die Kreml-Verleger begannen, die dazu notwendigen Ergänzungen aus ihren Beutearchiven zu veröffentlichen. Es wird ein Roman in Fortsetzungen. Auch die Franzosen versprachen, ihr Dokumenten-Scherflein beizutragen.