Pause
In dem holländisch-indonesischen Gespräch über die Bildung einer vorläufigen Bundesregierung in Indonesien (Termin 1. 1. 1949) ist eine Kunstpause eingetreten. Nach viertägigen erfolglosen Verhandlungen mit dem indonesischen Ministerpräsidenten Mohammed Hatta verließen die holländischen Minister Dr. Stikker (Außenministerium) und Dr. Sassen (Ueberseeische Gebiete) Batavia eine Woche früher als vorgesehen. Die Mynheers hatten darauf bestanden, daß dem holländischen Hohen Kommissar in dem neu zu bildenden Bundesstaat ein Veto eingeräumt würde und das Recht, jederzeit bewaffnete Streitkräfte einzusetzen, ohne die Bundesregierung vorher zu befragen. Nach indonesischer Auffassung würde damit das vermeintliche Gängelband »der alten Kolonialmethoden« wieder neu geknüpft. Präsident Hatta erklärte, Holland wolle eine Interims-Regierung einsetzen, ohne die Republik daran zu beteiligen.
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In der UN-Wirtschaftskommission für Ostasien gilt Indonesien als couleurfähig. Mit 8:2 Stimmen wurde die indonesische Republik als gleichberechtigtes Mitglied aufgenommen. Die holländische Delegation verließ darauf unter Protest den Sitzungssaal. Ihr Chef, Professor Gelissen, gab bekannt, seine Delegation werde in dieser Periode an keiner weiteren Konferenz mehr teilnehmen.