Pech gehabt! - DER SPIEGEL
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Briefe

Pech gehabt!
• aus DER SPIEGEL 24/2002
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Pech gehabt!

Nr. 22/2002, SPD: Die hektische Suche nach der Erfolgsformel

So is' das: Wer zu spät reformiert, den bestraft der (Nicht-)Wähler und die Konjunktur.

ÖSTRINGEN (BAD.-WÜRTT.)

DR. HANS-BERND MEIER

Was mich wundert, ist, dass eine Partei wie die CDU, die noch vor kurzem so tief im Spendensumpf stand, schon wieder salonfähig ist in Deutschland. Von der SPD hätte man das weniger erwartet, und deshalb kriegt sie auch von den Wählern mehr auf die Mütze als die CDU/CSU. Pech gehabt!

TRAUNSTEIN (BAYERN) E. BÖHM

Die Gründe für die mangelhafte Betriebstemperatur der SPD-Basis im beginnenden Bundestagswahlkampf sind weniger bei einer eventuellen Unzufriedenheit mit dem politisch Erreichten zu suchen. Denn es ist alles viel banaler: Keiner hat Lust, die Diskussionen auszuhalten, wenn es um hausgemachtes Boulevardtheater geht wie »Farbe der Haare« oder »Baden auf Mallorca« oder um die groß angekündigte und dann ausgebliebene »schnelle Aufklärung« der Spendenskandale. Wenn es der Parteispitze nicht schnellstens gelingt, Vertrauen und Seriosität zurückzugewinnen, dann werden wohl nur die in der SPD die Helme fester zurren, die Angst haben müssen, dass ihnen am 22. September angesichts des Wahlergebnisses ihre Kinnladen runterfallen.

WINNWEILER (RHEINL.-PFALZ) Wolfgang MAYER

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