Peer Steinbrück
Peer Steinbrück , 58, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, ist auch bereit, Niederlagen zu ertragen. Am kommenden Samstag tritt der Genosse in der Bonner Kunsthalle gegen den russischen Schachweltmeister Wladimir Kramnik an und erwartet realistischerweise, »nach Strich und Faden vom Brett gefegt zu werden«. Als Sechsjähriger hat Steinbrück angefangen, Schach zu spielen. Seine dänische Großmutter hat es ihm beigebracht, und es dauerte sieben Jahre, bis er sie zum ersten Mal schlagen konnte. Auf die Partie mit dem Schachweltmeister bereitet sich der Politiker am Schachcomputer zu Hause vor. Alle wichtigen Partien Kramniks hat er so bereits nachgespielt. Da Steinbrück mit Weiß eröffnen wird, sagt er sich: »Wenigstens beim ersten Zug bin ich noch vorn.«