Peter Deeg
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DER SPIEGEL 37/1948
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Peter Deeg, Autor des weitverbreiteten Buches »Hofjuden« und durch Julius Strelchers Fürsprache Dozent an der Universität Berlin, mußte sich vor der Spruchkammer Bad Kissingen verantworten. Staatskommissar Auerbach erklärte in einem Gutachten, daß Dr. Deeg zur Vergiftung der Volksmeinung beigetragen habe. Die Spruchkammer stufte Deeg in die Gruppe der Minderbelasteten ein, gab ihm 800 DM Geldstrafe und ein Jahr Bewährungsfrist. In der Urteilsbegründung heißt es, Deeg habe vielen Juden geholfen und sei seit 1939 nicht mehr Mitglied der NSDAP.