Peter Struck - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 103 / 109

Peter Struck

• aus DER SPIEGEL 40/2003
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peter Struck , 60, Verteidigungsminister und vormaliger Kicker in der Bundestags-Fußballmannschaft, wehrt sich gegen unsportliche Ansinnen seiner Ministerialbürokratie. Die überlegt, zu Gunsten der Stärkung militärischer »Kernfähigkeiten« an der Förderung für Spitzensportler zu sparen. Derzeit unterstützt die Bundeswehr in so genannten Sportfördergruppen 744 Athletinnen und Athleten in olympischen und nicht-olympischen Disziplinen, was ungefähr 27 Millionen Euro im Jahr kostet. Daran will Struck nicht knapsen - stellt aber Bedingungen: Er verlangt, dass bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften erfolgreiche Soldaten wie Silke Kraushaar (Rodeln) oder Ronny Ackermann (Nordische Kombination) künftig offensiver zeigen, dass sie Bundeswehr-Angehörige sind: »Die können auf dem Siegertreppchen ruhig deutlich machen, wer ihr Arbeitgeber ist.« Offen ist nur noch, wie. Armee-Abzeichen am Rodel-Dress oder Eiserne Kreuze neben den üblichen Firmen-Logos auf Skiern, so fürchten Sportfunktionäre, könnten Sponsoren aus der freien Wirtschaft vergrätzen.

Zur Ausgabe
Artikel 103 / 109

Mehr lesen über