Peter Struck - DER SPIEGEL
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Peter Struck

• aus DER SPIEGEL 22/2003
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Peter Struck , 60, Sozialdemokrat und Bundesverteidigungsminister, wurde vergangenen Mittwoch im Kabinett mit Komplimenten überhäuft. Bei der Vorstellung neuer »Verteidigungspolitischer Richtlinien« würdigten die Kollegen Otto Schily (Innen), Hans Eichel (Finanzen) und Renate Schmidt (Familie) die Zusammenarbeit mit dem Wehrressort mit Prädikaten wie »angenehm«, »kooperativ«, »sehr gut«, »arm an Dissonanzen«. Vizekanzler Joschka Fischer, im Auswärtigen Amt beim Lob für Mitarbeiter als Geizhals berüchtigt, setzte noch eins drauf: »Es ist ja in der Vergangenheit nicht üblich gewesen, dass der Außenminister den Verteidigungsminister lobt«, so der Grüne, er tue dies aber »ausdrücklich und gern«. Als Kanzler Gerhard Schröder ("Was ist denn mit euch los?") sich über die Nettigkeiten wunderte, wusste Fischer aber prompt noch Kritik nachzureichen. Bei der Wehrpflicht, gab er zu Protokoll, seien die Grünen gänzlich »anderer Auffassung« als der Verteidigungsminister, der den Zwangsdienst partout beibehalten möchte. Struck freute sich trotzdem über die »freundlichen Bemerkungen zu meiner Amtsführung« und die »sehr angenehme Diskussion« im Kabinett.

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