Philosophen hinter dem Ofen - DER SPIEGEL
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Briefe

Philosophen hinter dem Ofen
• aus DER SPIEGEL 48/2001
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Philosophen hinter dem Ofen

Nr. 46/2001, Titel: Deutsche Intellektuelle zum »Bündnisfall«

Die Befindlichkeiten der Intellektuellen interessieren kaum und helfen auch nicht weiter. Besser wäre es, wenn diese Leute ihre Leser zu einem selbständigen, vorurteilsfreien Nachdenken anregen würden. Denn solange sich die Menschen bereitwilligst durch simple Begriffe wie »gutböse«, »gerecht-ungerecht« oder »rechtgläubig-ungläubig« manipulieren und in Kategorien einteilen lassen, wird es niemals Frieden zwischen den »Kulturen« geben, ob mit Bundeswehr oder ohne. Ideologien und Religionen sind Mittel zur Manipulation und beim Denken nur hinderlich.

HAMBURG PETER SONNTAG

Sollen diese Stellungnahmen tatsächlich etwas mit Intellekt zu tun haben? Selbstverständlich lässt sich das ganze Ausmaß des heutigen dramatischen Geschehens in seiner ganzen Tiefe kaum auf etwa jeweils zehn Sätze reduzieren. Aber nur moralisierender Klagegesang wie von begabten Klageweibern - das ist zu wenig!

HAMBURG ANDREAS NOWAK

Das Taliban-Regime ist auch militärisch bankrott, doch deutsche Intellektuelle faseln vom unmoralischen Krieg, der nicht zu gewinnen sei. Eine intellektuelle Bankrotterklärung! All ihre Argumente gehören zur Makulatur.

KÖLN DR. ZOLTáN BEZERÉDJ RUNDFUNKJOURNALIST

Doch siehe die Philosophen hinter dem Ofen: Sie verändern nichts, sie bewirken nichts, und der himmlische Vater ernährt sie doch! Was lernen wir daraus? Unsere Intellektuellen haben uns nichts zu sagen, doch Gott, Jehova, Allah et cetera sei Dank, haben sie nichts zu sagen.

HORRWEILER (RHLD.-PF.) DIRK RESÜHR

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