SCHULE Pisa für Lehrer?
Nachdem bei der internationalen Pisa-Studie die Leistungen der Schüler getestet wurden, will die OECD nun die Lehrer unter die Lupe nehmen. Doch ob Deutschland sich an der Untersuchung beteiligt, ist fraglich. Zwar hat die Kultusministerkonferenz (KMK) einer Analyse der Rahmenbedingungen, etwa der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, zugestimmt. Ob sich jedoch in einer zweiten Phase OECD-Prüfer in deutschen Klassenzimmern umsehen dürfen, ist noch unklar. »Die Idee, Lehrer zu testen, ist gut«, so der Hamburger Schulsenator Rudolf Lange (FDP), »das schlechte Abschneiden bei Pisa ist doch nicht darauf zurückzuführen, dass unsere Schüler dümmer sind.« Bislang lehnt es die KMK aber ab, die Kosten für die OECD-Experten bereitzustellen - schlappe 35 000 Euro. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat die KMK aufgefordert, sich in vollem Umfang an der Studie zu beteiligen. Notfalls sei der Bund, obgleich ohne Zuständigkeit im Schulbereich, bereit, Kosten zu übernehmen. »Am Geld soll es nicht scheitern«, so die Ministerin.