Pleiten per Steuerreform
46 Wohnungsgesellschaften sind in ihrer Existenz gefährdet, Mieterhöhungen für Tausende von Bewohnern werden notwendig: Das ist nach Ansicht des Gesamtverbands gemeinnütziger Wohnungsunternehmen die Folge des geplanten Steuerreformgesetzes. Finanzminister Gerhard Stoltenberg nimmt mit diesem Gesetz vielen Wohnungsfirmen das Steuersparprivileg »gemeinnützig«. Zugleich gefährdet er die Baugenossenschaften, die mit den Sparverträgen ihrer Mitglieder bauen und modernisieren. Nach Stoltenbergs Gesetzentwurf müssen die Genossenschaftskassen demnächst wie alle anderen Geldinstitute einen bestimmten Eigenkapitalanteil haben - was die meisten nicht erfüllen können. Die Konsequenz: Die Sparvereine müßten sich auflösen, ihre Einlagen zurückzahlen und die Mieten in ihren Gebäuden erhöhen.