Polizei durchforstet Millionen E-Mails - DER SPIEGEL
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INTERNET Polizei durchforstet Millionen E-Mails

• aus DER SPIEGEL 9/2001
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Der Druck diktatorischer Regime auf das Internet nimmt zu: In China begann ein Prozess gegen den Ingenieur Huang Qi wegen »staatsgefährdender« Inhalte auf seiner Website. Bürger in Burma riskieren 15 Jahre Gefängnis, wenn sie ihren Computer nicht bei der Polizei . Syriens Regierung verbietet Privatpersonen den Zugang zum Internet. In Saudi-Arabien gibt es zwar drei Dutzend Internet-Provider, doch der gesamte Datenverkehr muss über eine Zentrale laufen, die »Informationen mit unislamischen Werten« abblockt. Die vier Länder gehören - wie Kuba, der Irak und Weißrussland - zu 20 Staaten, die von Reporter ohne Grenzen als »Feinde des Internet« ausgemacht wurden, weil sie das World Wide Web besonders rigide kontrollieren. Insgesamt zählt die für weltweite Informationsfreiheit eintretende Organisation 59 Staaten auf, die ihren Bürgern keinen oder nur beschränkten Zugang zum Internet erlauben. In China etwa, wo inzwischen 21 Millionen Menschen Zugang zum Internet haben, durchforsten Spezialeinheiten der Polizei täglich Millionen E-Mails nach Stichwörtern, die auf regimekritische Inhalte hindeuten. Der Ingenieur Huang wird beschuldigt, über Proteste von Muslimen in Westchina berichtet zu haben.

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