Positive Integration
(Nr. 31/1995, Genetik: Jürgen Neffe über Kleinwüchsige, die Genforschung und den neuen Roman von John Irving)
Unser Bundesverband wehrt sich entschieden gegen die Aussage aus dem ebenfalls deutschen Verein Kleinwüchsiger Menschen: »Bei uns sagen sich die meisten Kleinwüchsigen, daß wir nicht noch mehr so Leute wie uns in die Welt setzen sollten.« Das ist sicherlich in Deutschland nicht geltende Meinung unter den Kleinwüchsigen. Die kleinwüchsigen Männer und Frauen haben auf unserem letzten Kleinwuchsforum über die Akzeptanz ihres Körpers und über die Eigenakzeptanz gesprochen, und die Eltern sagten mit Einverständnis ihrer Kinder, daß sie sich vorstellen können, Großeltern kleinwüchsiger Kinder zu sein. Dies ist für uns eine Frage der Eigenakzeptanz, und dazu zählt auch die in den letzten Jahren positive Integration kleinwüchsiger Menschen in Deutschland. *UNTERSCHRIFT:
Bremen KARL-HEINZ KLINGEBIEL Bundesverband Kleinwüchsiger Menschen und ihrer Familien
Sie bringen es in Ihrem Artikel gut zum Ausdruck: Normalität oder das Gegenteil davon haben etwas zu tun mit der Einstellung zum Leben, den eigenen Erfahrungen. Zu allen Zeiten hat es zwangsläufig Abweichungen von der sogenannten Norm gegeben. Es kommt doch letztlich nur auf den Blickwinkel oder die Einsicht in eine Person an, um sich zwischen normal und unnormal zu entscheiden. Diese Abweichungen bedeuten einen elementaren Bestandteil jeder physischen oder kulturellen Identität. *UNTERSCHRIFT:
Frankfurt am Main THOMAS MANK