Posten - DER SPIEGEL
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• aus DER SPIEGEL 35/1950
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Georg Jöstingmeier, Rechtsanwalt aus Münster und Landtagsabgeordneter, schoß inzwischen aus der rechten CDU-Ecke mit schwerem Geschütz gegen Arnolds SPD-Schwächen. Am 7. August sandte er dem Premier einen Brief, den er letzten Samstag im »Rheinischen Merkur« veröffentlichte. Darin enthüllt er im Mannesmann-Haus längst bekannte Behauptungen und Tatsachen aus dem Vorleben hoher Mitglieder der SPD-Ministerialbürokratie.

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Jöstingmeier buchte einen ersten Erfolg: Justizminister Artur Straeter suspendierte endlich den Sonderbeauftragten für Entnazifizierung Wilhelm Saalwächter. Ministerialdirektor Dr. Wolfgang Schmidt, den Jöstingmeier besonders aufs Korn nahm, kämpft zäh um seinen Posten. Er war Personalchef der Landesregierung und wurde daraufhin nach Bonn als Vertreter Minister Dr. Carl Spieckers abgeschoben. Spiecker aber weiß nicht recht, was Schmidt in Bonn macht: »Mir ist nur bekannt, daß er täglich mit Hannovers Odeonstraße telephoniert.« - Dort sitzt die SPD-Zentrale.

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