Private Aufrüstung - DER SPIEGEL
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USA Private Aufrüstung

• aus DER SPIEGEL 1/2002
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Die US-Waffenindustrie profitiert seit dem 11. September vom erhöhten Sicherheitsbedürfnis der Amerikaner. Die Anschläge in New York und Washington haben einen Run auf Pistolen, Gewehre und Munition ausgelöst. Die Kunden, unter ihnen viele Erstkäufer, verlangen teure Handfeuerwaffen, klein genug für die Aktentasche, aber auch Sturmgewehre. Die Belege für die private Aufrüstung stammen aus unverdächtiger Quelle: Das FBI erstellt seit 1998 genaue Statistiken über die im Land vorhandenen Waffen, befragt dazu die Hersteller, Lobbyisten der Industrie und wertet die Sicherheitsüberprüfungen von Waffenkäufern aus. Demnach gab es 2001 den größten Zuwachs im Oktober, als landesweit 1 029 691 Anträge registriert wurden (Oktober 2000: 845 886). Einige Produzenten von Schießgerät haben ihre Werbung auf die neuen Umstände eingestellt: Die Ithaca Gun Company verkauft ihr Modell »Homeland Security« passend »für die Zeit nationaler Not«, die Beretta Gun Company bietet eine Neun-Millimeter-Pistole mit eingravierter US-Flagge an. Der Boom kommt unverhofft. Seit drei Jahrzehnten sank der Umsatz der Waffenbranche, weil die Popularität des Jagdsports nachgelassen hatte und die Verbrechensziffern sanken.

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