PRIVATMANN - DER SPIEGEL
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Briefe

PRIVATMANN
• aus DER SPIEGEL 47/1969
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PRIVATMANN

(Nr. 45/1969, Geheimdiplomatie)

Ihr Artikel enthält neben einigem Richtigen viel Unrichtiges. Meine in diesem Artikel geschilderten beiden Besuche in Ost-Berlin fanden in Begleitung der Herren Mühlbradt und Riesenberg zur angegebenen Zeit statt, und zwar in Kenntnis des damaligen Bundesministers für Gesamtdeutsche Fragen, nicht aber im Auftrag oder mit Vollmacht des damaligen Bundeskanzlers Professor Dr. Ludwig Erhard. Sinn und Ziel dieser Besuche war eine Verhandlung über die beiderseitige Amnestie von politischen Häftlingen, die in der DDR und in der Bundesrepublik im Gefängnis saßen. Bei den zweimaligen Besuchen habe ich meinem Gesprächspartner aus der DDR, einem stellvertretenden Minister, zu Beginn der Unterhaltung ausdrücklich erklärt, daß ich auf eigenen Wunsch als Privatmann komme. Ich sei aber für den Fall, daß unsere Gespräche gut verliefen, sicher, die Zustimmung der Bundesregierung zu erhalten. Diese in Ihrem Artikel abweichenden Tatbestände festzustellen, scheint mir im Interesse der Sache und meiner Person zu liegen.

Konstanz HANS-CONSTANTIN PAULSSEN*

Ehrenpräsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeber-Verbände.

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