Problem vertagt - DER SPIEGEL
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Briefe

Problem vertagt
• aus DER SPIEGEL 14/1993
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Problem vertagt

(Nr. 12/1993, Haushalt: Waigels Milliarden-Löcher)

Es ist schon paradox: Da treffen sich die Politikgrößen von Bund und Ländern, diskutieren drei Tage und präsentieren mit stolzgeschwellter Brust das Ergebnis, das zusammenfassend lautet: Es bleibt alles beim alten. Die maroden Finanzen sanieren wir später. Wieder einmal bleibt dem Wähler nur die Erkenntnis: Problem erkannt (?) - Problem vertagt! *UNTERSCHRIFT: Karlsruhe JÖRG HELLER

Unsere steuersüchtige und sparunwillige Regierung zusammen mit Volksvertretern aus Koalition und Opposition hat sich mit einer Abgabenquote von rund 50 Prozent in nicht verfassungskonformer Weise den Leistungswillen und die Opferbereitschaft der steuerzahlenden Bürger zur Beute gemacht und die Marktwirtschaft unterlaufen. Diese »Taxaholics« gehören bundesweit aus ihren Ämtern entfernt. Dafür eignet sich der nächste Wahltermin. *UNTERSCHRIFT: Rümmingen (Bad.-Württ.) KUNIBERT KOPP

Frisch, fromm, fröhlich frei versuchen die Volksvertreter weitere Ausgabenorgien zu veranstalten. Statt für Abhilfe zu sorgen, denken sie egoistisch an ihre Pfründen, erfüllen die ihnen von den Wählern übertragenen Aufgaben nicht und schwimmen weiter im Sumpf der Parteiendiktatur, der politischen Stillosigkeit und im Verfall der politischen Sitten. *UNTERSCHRIFT: Rastatt (Bad.-Württ.) W. WOLFGANG BÖCKMANN

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