PROGRAMMÄNDERUNG - DER SPIEGEL
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Briefe

PROGRAMMÄNDERUNG
• aus DER SPIEGEL 45/1958
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PROGRAMMÄNDERUNG

Ich halte es für meine Pflicht, meinen Dank für Ihren großartigen Bericht über den verstorbenen- Papst Pius XII. auszusprechen. Er hat mich mit manchem versöhnt, was ich in den letzten Jahren vom SPIEGEL schlucken mußte. Zwar wird mein Eindruck durch den Bericht »Sakrale Tage« etwas getrübt, aber »et altera pars« - Sie müssen ja auch für die Nichtkatholiken etwas bringen.

Mönchen-Gladbach KLAUS ZELZNER

Die in Ihren Personalien erwähnte kurze Gedenkfeier in meinem Ministerium hat stattgefunden, um, dem verstorbenen Papst für seine die Kollektivschuldthese zerstreuende, das Recht auf die Heimat verfechtende und die Not der Vertriebenen lindernde Haltung unter Erwähnung anderer Männer und Institutionen gleichen Verhaltens zu danken. Als Vertriebenenminister bekenne ich mich zu dieser Anstandspflicht, gerade weil ich ein überzeugter evangelischer Christ bin.

Bonn PROF. DR. DR. THEODOR OBERLÄNDER

Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Wir dürfen nicht vergessen, daß der Vatikansender im Frühjahr 1945 ebenfalls eine »Programmänderung« vornahm und bis Ende 1946 täglich stundenlang Namen deutscher Kriegsgefangener sendete. Auf diese Weise erfuhr ich im Oktober 1945, daß mein Mann, Nichtkatholik, noch lebte.

Salzgitter-Lebenstedt LUISE GIESE

Theodor Oberländer

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