Pullach alaaf!
(Nr. 6/1977, Panorama: Der Pullacher Bundesnachrichtendienst meldet, daß die Bürgerschlachten gegen Kernkraftwerke von der DDR finanziell unterstützt werden)
Es ist erstaunlich, was sich unsere bundesdeutschen Staatsorgane alles einfallen lassen. Dazu zählt auch der miese Versuch, die Umweltschutz-Bürgerinitiativen als bezahlte Helfershelfer des DDR-Regimes hinzustellen. Statt sich solchen Unfug auszudenken, sollten Leute wie zum Beispiel Gerhard Stoltenberg lieber einmal darüber nachdenken, daß sie mit dem brutalen Einsatz von Polizisten das Verhältnis zwischen Bürgern und Polizei zerstören.
Bad Nauheim (Hessen) HELMUT GROSS
Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, daß mein beiliegender »Brokdorf«-Aufkleber ausschließlich auf westdeutschem Mist gewachsen ist -- ohne Ost-Berliner Hilfe. Bisher habe ich einige Tausend davon verkauft. Mich stört nur, daß von meinen Steuern vielleicht der Bau eines neuen Kernkraftwerkes subventioniert werden könnte.
Gifhorn (Nieders.) BERNHARD LISS
Es bleibt zu hoffen, daß durch solche Informationen die westdeutsche Bevölkerung sich nicht von der gemeinsamen Verfolgung ihrer Interessen abbringen lassen wird.
Tübingen VOLKER PARBS / FRIGGA DÖSCHER
Atomkraftwerk-Gegner sind meist nicht furchterweckende, vermummte, bierernste Typen. die sich mit der Polizei knüppeln wollen. Anliegendes Photo zeigt, daß die Bürgerinitiative die Bevölkerung auch mit Humor gegen die Gefahren einer Atommüll-Deponie in der Lüneburger Heide aufklärt.
Celle MANFRED CARI
Die SED marschiert also auf Maos Wegen und finanziert »ausgebildete Störtrupps« für einen kleinen Bürgerkrieg in Brokdorf, und die DKP und ihre »UZ« rufen zu einer friedlichen Demonstration in Itzehoe auf. Wußte gar nicht, daß die SED- und DKP-Genossen so zerstritten sind. Pullach alaaf!
Köln WERHARD BINDER