Rassel
Die großen Vierlinge klappern wieder mit der österreichischen Friedens-Rassel. Die Viermächte-Besprechungen im Londoner Lancaster House begannen mit dem Verhandlungspunkt, an dem die Besprechungen schon im Frühjahr 1948 gescheitert waren: der Grenzregelung im österreichischen Staatsvertrag (Jugoslawien beansprucht große Teile Kärntens und der Steiermark). Oesterreichs Hoffnungen, daß Rußland seine Unterstützung der jugoslawischen Gebietsforderungen wegen des Kominformstreites aufgeben würde, erwiesen sich als trügerisch. Als erstes forderte Rußlands Vertreter, der Londoner Botschafter Zarubin, die Vorladung eines jugoslawischen Vertreters. Die drei Westlichen erklärten sich prinzipiell gegen jede Abtretung österreichischen Gebietes. Nach der Unterzeichnung des debattierten Friedensvertrages müßten alle Besatzungstruppen aus Oesterreich zurückgezogen werden. Für Rußland entfiele damit auch die Notwendigkeit, in Ungarn und in Rumänien Verbindungstruppen zu stationieren. - Oesterreichs Außenminister Gruber verfolgt die Londoner Verhandlungen an Ort und Stelle.