ANGOLA Rebellen in Not
Der Machtwechsel im Kongo bringt den angolanischen Rebellenführer Jonas Savimbi in tödliche Bedrängnis. Seine Unita-Freischärler können - anders als zur Regierungszeit des im Januar ermordeten Laurent Kabila - nicht mehr vom Kongo aus operieren. Der junge Präsident Joseph Kabila, 31, ist auf die Unterstützung angolanischer Regierungstruppen angewiesen. Die haben ungeachtet ihres Einsatzes im Kongo der Unita im eigenen Land eine Serie von Niederlagen zugefügt; zudem schwächt ein Gesetz, das Überläufern Straffreiheit und Hilfe beim Neuanfang im Zivilleben zusichert, die Rebellen: Von ehemals 75 000 soll die Unita nur noch 8000 Mann unter Waffen haben. Jetzt jagen Spezialeinheiten Savimbi, der sich im Hochland in Zentralangola aufhalten soll. Die Regierung in Luanda hofft, mit der Gefangennahme Savimbis den seit 1975 tobenden Bürgerkrieg beenden zu können. Sie glaubt sich ihres Erfolgs so sicher, dass sie alle Verhandlungen mit der Unita ablehnt.