Rechnungshof kritisiert MDR-Gehaltspolitik - DER SPIEGEL
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TV-SENDER Rechnungshof kritisiert MDR-Gehaltspolitik

• aus DER SPIEGEL 3/2008
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Der MDR steht wegen seiner allzu spendablen Gehaltspolitik in der Kritik. Eine Sonderprüfung des Landesrechnungshofes Sachsen-Anhalt beim MDR ergab, dass die Personalkosten der Anstalt zwischen 2002 und 2005 um 8,2 Millionen Euro gestiegen sind. Der Leipziger Sender zeige keine Bereitschaft, »aufgezeigte Einsparpotentiale tatsächlich zu nutzen«, heißt es in dem Bericht. Dass sich die ARD-Anstalten 2004 in einer Selbstbindung darauf verpflichtet haben, bei Gehaltsabschlüssen den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes als Obergrenze zu definieren, interessiert beim MDR offenbar nicht. So wurden Tarifsteigerungen umgesetzt und Kürzungen schlicht übergangen. Statt den Tariflohn der neuen Länder als Grundlage zu verwenden, liegen die Vergütungen beim MDR auf Westniveau. Der Rechnungshofbericht zeichne ein »sehr einseitiges Bild von der realen Situation beim MDR«, kritisierte ein Sprecher des Senders. Die MDR-Maßnahmen führten zu höheren Einsparungen, man werde zudem weiter »Verbesserungspotentiale erschließen«. Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Senders sind nicht neu: Zuletzt kritisierten Prüfer, dass die Auslagerung von Betriebsteilen des Senders die Wirtschaftlichkeit nicht erhöht habe. Der MDR wies die Zweifel stets zurück.

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