Mit einer maßgeschneiderten Neueinteilung der 577 Wahlkreise will sich Frankreichs Rechte einen Sieg bei der nächsten Parlamentswahl sichern. Der gaullistische Premierminister Jacques Chirac hatte die Rückkehr vom durch die Sozialisten eingeführten Verhältnis - zum traditionellen Mehrheitswahlrecht durchgesetzt. Nun vollzieht sein Innenminister Charles Pasqua den zweiten Teil der Reform. Umstrittene Wahlkreise hat er so neu zugeschnitten, daß Rechtskandidaten bevorteilt werden: Bei derselben Stimmenverteilung wie bei den Parlamentswahlen vom vergangenen März würden die Sozialisten etwa 40 Sitze verlieren, Chiracs gaullistisch-giscardistische Regierungskoalition über 50 hinzugewinnen. Schlechter wären die Kleinen dran. Die Kommunisten würden von jetzt 35 Mandaten auf etwa 20 absacken, die rechtsradikale Nationale Front gar von 35 auf eins oder zwei. Die Sozialisten beschlossen inzwischen, wegen der Wahlkreis-Änderungen das höchste Verwaltungsgericht des Landes, den »Staatsrat«, anzurufen.
Dieser Ausdruck wurde am 17.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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