Regeln und Chaos
In dem Ratgeber »Ohne Chaos geht es nicht« von Jan-Uwe Rogge erklärt die zwölfährige Janina: »Mama und Papa sind wie eine pädagogische Maschine. Aber ich sorge dafür, dass sie ständig heißläuft.« Kinder sind genaue Beobachter ihrer Eltern, so Rogge. Sie spüren Verhaltensunsicherheiten schnell auf. Deshalb ist der Ehrgeiz, fehlerfrei zu erziehen, eine Illusion. Genormte Gebrauchsanweisungen für die Aufzucht des Nachwuchses gibt es nicht. Rogge plädiert für Pragmatismus: »Wer Kinder erzieht, der muss sich von der Idee verabschieden, alles sei pädagogisch machbar. Die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern sind von Regeln und Chaos gleichermaßen geprägt.« Das ganz normale Chaos in der Familie wird in der Regel von gehetzten, berufstätigen Eltern in Zeitnot bestimmt, die sich mit streitenden, maulenden oder trödelnden Kindern plagen. Rogge gibt 13 ausführliche Überlebenstipps für geplagte Eltern, sagt jedoch gleichwohl: Perfektionismus ist von Übel, gelegentliche Orkanböen sind unvermeidlich.
Jan-Uwe Rogge: »Ohne Chaos geht es nicht. 13 Überlebenstippsfür Familien«. Rowohlt-Verlag, Reinbek; 207 Seiten; 29,80 Mark.