Reinhold Messner
Reinhold Messner, 55, Veteran der Achttausender-Bezwinger, fühlt sich für seine dritte Besteigung des Nanga Parbat in Pakistan nicht rundum fit, obwohl er zuletzt täglich von Kastelbell im Südtiroler Vinschgau auf die Alm Hochpardatsch gejoggt war. Messner, der Ende Juli mit Bruder Hubert, einem Arzt, den 8125-Meter-Gipfel betreten will: »Ich nähere mich ihm als Invalide, fühle mich wie der alte Mann und der Berg.« Zu schaffen macht ihm eine Knochenplastik, die das vor Jahren zertrümmerte rechte Fersenbein ersetzt: Während eines Vortrags löste sich dort eine Schraube »und wanderte im Fuß herum«; die restlichen Schrauben und alle anderen Metallteile mussten chirurgisch entfernt werden. Beim Sprung über eine Gletscherspalte brach sich Messner im April auch noch den rechten Mittelfuß. »Zum Glück aber«, so erzählte er am Donnerstag im Yeti-Schauraum auf der Expo in Hannover, »hat sich von selbst eine Art neues Gelenk gebildet.« Am Nanga Parbat wollen die Messner-Brüder eine neue Route in der Nordwand erschließen und dabei nach der Leiche des englischen Kletterpioniers A. F. Mummery Ausschau halten, der 1895 nicht mehr von dem Berg zurückkehrte.