Retter von rechts - DER SPIEGEL
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KOLUMBIEN Retter von rechts

• aus DER SPIEGEL 1/2001
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Im bürgerkriegsgeschüttelten Kolumbien droht ein politischer Rechtsruck. Aus Frust über die erfolglosen Friedensbemühungen von Präsident Andrés Pastrana unterstützen immer mehr Kolumbianer den ehemaligen Gouverneur der Provinz Antioquia, Alvaro Uribe Vélez. Der charismatische Politiker, dessen Vater von der Guerrilla ermordet wurde, will im Kampf gegen die linken Kämpfer die Zivilbevölkerung bewaffnen und Milizen aufstellen. Die Anhängerschaft von Uribe Vélez hat sich in den letzten Monaten auf 17 Prozent verdreifacht. Der selbst ernannte Retter von rechts gilt derzeit als aussichtsreichster Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2002. Zudem schließen sich immer mehr Kolumbianer dem Heer von Carlos Castaño an, Chef der rechtsradikalen Paramilitärs. Politische Experten schätzen, dass für Castaño derzeit 8000 Kämpfer bereitstehen, 3000 mehr als noch vor einem Jahr. Castaño soll für zahlreiche Morde und Anschläge auf Oppositionspolitiker und Massaker an Dorfbewohnern verantwortlich sein. Die linke Guerrilla fürchtet ihn mehr als die Regierungstruppen.

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