RHEINFALL
»Schiffer im Strom« war eine einzige Demonstration für den Katholizismus auf dem Fernsehschirm. Alle Glaubenstendenzen wurden bis an die Grenze des religiös Erlaubten aufgezeichnet ... Wahrhaftig, dieser religiöse Fortsetzungsknüller muß für alle nichtkatholischen Fernsehzuschauer eine Augenweide gewesen sein!
Leichlingen (Rhld) HANS HEINZ KURZ
Selbst ein mittelmäßiges Gemeindeblättchen bietet nicht soviel verlogene Moral wie dieser Televisionsschinken. Die prähistorischen sittlichen Maßstäbe,
die man an allen Ecken der Bundesrepublik errichtet, werden zusehends unsittlich!
Düsseldorf SONJA GRABE
... dürfte der Erfolg noch größer gewesen sein, wenn Willy Millowitsch den Vinzenz gespielt hätte.
Köln WALTER KRENZ
Bravo Telemann! Ihre Feder hätte aber noch spitzer sein dürfen, vor allem, um die unverschämte Proselytenmacherei des rhein-katholischen Stromschiffer -Machwerks sichtbar aufzuspießen. Der konfessionelle »Proporz« ist ja nicht einmal durch den Edelmut des tumben lutherischen Pommern-Tors gewahrt, der der Frucht rheinischer Sinnenlust seinen Vatersegen gibt und der Herrn Dr. Mondon die Alimente erspart, denn »uns' Vinzenz« (der Kaplan) wird auch das alles in die »richtige Ordnung« bringen. Protest von den lendenlahmen, schwächlichen Vertretern des deutschen »Protestantismus« (die immerhin - heute noch - mehr als 50 Prozent der Bundesbürger repräsentieren) ist nicht zu erhoffen. Das kann im römischen Reich westdeutscher Nation nur noch der SPIEGEL.
Bleibt noch anzumerken: So geschehen unter der Ägide des WDR-Intendanten Klaus von Bismarck, Urgroßneffe des »Alten vom Sachsenwald«; effanjelisch, auch dat noch!
Bochum HANS STEPP