Richard Nixon - DER SPIEGEL
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PERSONALIEN Richard Nixon

• aus DER SPIEGEL 53/1981
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Richard Nixon, 68, Ex-US-Präsident, der sich in jüngster Zeit von den Schatten des Watergate-Skandals befreit zu haben schien und sogar wieder im Weißen Haus empfangen worden war, muß sich erneut mit dunkler Vergangenheit auseinandersetzen. Nixons ehemaliger Berater John Ehrlichman, der aufgrund der Watergate-Ermittlungen 18 Monate im Gefängnis saß, rechnet jetzt mit seinem Ex-Chef öffentlich ab - in seinen Memoiren »Witness to Power«, die im Februar erscheinen sollen. In dem Buch behauptet Ehrlichman, der vierzehn Jahre für den republikanischen Politiker gearbeitet hat, es habe mit Nixon häufig Alkoholprobleme gegeben. So zum Beispiel 1964, beim Parteikonvent, als Nixon in betrunkenem Zustand einer jungen Delegierten plumpe Anträge gemacht haben und nur mit Mühe an Handgreiflichkeiten gehindert worden sein soll. Probleme, so Ehrlichman weiter, habe Nixon während seiner Präsidentschaftszeit auch mit seinem damaligen Sicherheitsberater Henry Kissinger, 50 (Photo r., 1971 mit Nixon im Weißen Haus), gehabt. Dessen häufige Audienzgesuche und ständige Sorgen um sein Image hätten Nixon schließlich so genervt, daß er Ehrlichman beauftragte, Kissinger davon zu überzeugen, daß er psychiatrischer Behandlung bedürfe. Ehrlichman führte den Auftrag nicht aus. Auch über angebliche Rassenvorurteile seines Ex-Chefs schreibt der ehemalige Präsidentenberater in seinem Buch. Bei zwei Gelegenheiten habe Nixon ihm erklärt, daß staatliche Förderungsprogramme und Geld der schwarzen US-Bevölkerung niemals zu Gleichheit auf den Gebieten der »Intelligenz, des wirtschaftlichen Erfolgs und gesellschaftlicher Qualitäten« verhelfen würden, weil Schwarze den Weißen genetisch unterlegen seien.

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