Rin - DER SPIEGEL
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Rin

• aus DER SPIEGEL 5/2008
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Rin , 22, japanische Lehrerin, ist eine der erfolgreichsten Vertreterinnen einer neuen Generation von Autoren in Nippon: jung, weiblich und mobiltelefonsüchtig. Rin landete mit ihrem Erstlingswerk »Moshimo Kimiga« ("Wenn du ...") mit 400 000 verkauften Hardcover-Exemplaren im vergangenen Jahr auf Platz fünf der Verkaufslisten in ihrer Heimat. Zuvor war die leicht kitschige Liebesgeschichte aber schon online und umsonst zu lesen, denn Rin hat den Urtext nach und nach in ihr Mobiltelefon eingetippt und per E-Mail als Fortsetzungsgeschichte an eine Website geschickt, die sich auf die Veröffentlichung von mobilen Hobbyautoren spezialisiert hat. In der Bahn, auf dem Weg zum Job oder in die Schule - vor allem junge Japanerinnen haben ihr Mobiltelefon als Instrument der Selbstverwirklichung entdeckt. Und Verlage haben die neue Einnahmequelle schnell erkannt; stößt ein Stoff online auf gute Resonanz, wird ein Buch daraus gemacht. Stilistisch sind die Werke ebenso schlicht wie eine SMS-Botschaft. Rin erklärt das große Interesse bei der jungen Leserschaft: »Sie lesen keine Bücher von professionellen Schriftstellern, weil deren Sätze zu schwierig zu verstehen sind und die Geschichten nichts mit ihrem Leben zu tun haben.«

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