Rivalen oder Partner?
Nr. 30/2002, Gesundheit: Die FDP umgarnt Ärzte und Apotheker
Warum werden denn nicht auch einmal die Leistungen der Apotheken thematisiert? Man bekommt dort kostenlos persönlichen Rat, rund um die Uhr. Wir besorgen Informationen zu allen Gesundheitsfragen, wir klären Unstimmigkeiten auf dem Rezept sofort. Intensive Beratung bis hin zur pharmazeutischen Betreuung sind Angebote der Apotheker, die auch die Krankenkassen mehr nutzen sollten, um das Gesundheitswesen effektiver zu gestalten. Stattdessen versuchen sie, das gut funktionierende System zu zerstören, um eines vermeintlichen finanziellen Vorteils willen und/oder um die eigene Macht zu stärken. Manchmal kommt es mir so vor, als ob die Krankenkassen uns als Rivalen und nicht als Partner begreifen.
BONN DR. SUSANNE SCHNÄDELBACH
Der Wille der Apothekenkunden scheint nur von der FDP wahrgenommen zu werden. Ganz im Gegensatz zur Regierung, wo dieses Votum ignoriert wird.
MÜNCHEN DR. HERMANN VOGEL JR.
Schön, dass Sie die Übertreibungen der FDP im Wahlkampf klarstellen. Ein solidarisches Gesundheitswesen lässt sich langfristig eher durch die Sozialdemokraten sichern. Wenn Ulla Schmidt endlich den Beschluss des SPD-Parteitages umsetzen würde, die Umsatzsteuer auf Medikamente auf sieben Prozent zu senken, wären die Krankenkassen deutlich entlastet.
GRÄFENRODA (THÜRINGEN) GERHARD BRUNNER
Mit dem Versandhandel fallen konsequenterweise das Fremd- und Mehrbesitzverbot, ein Todesstoß für die meisten Apotheken, und die Arzneimittelpreisverordnung, ein gerade für ältere Patienten sinnvoller Verbraucherschutz.
STAIG (BAD.-WÜRTT.) ANDREAS MAURER