PERSONALIEN Robert Vesco
Robert Vesco, 46, seit 1973 von der US-Justiz gesuchter Finanzakrobat, ist wieder auf der Flucht. Seit Mai hielt sich Vesco, der 224 Millionen Dollar aus dem ehemaligen IOS-Vermögen an sich gebracht haben soll, auf der kleinen Bahama-Insel Cistern Cay (zwei Häuser, kein Telephon) rund 60 Kilometer südlich von Nassau versteckt. Der Schlupfwinkel wurde schnell entdeckt. Die US-Behörden stellten einen Auslieferungsantrag. Doch als jetzt ein Polizeitrupp auf Cistern Cay landete, um Vesco festzunehmen, war der Gesuchte bereits weg. Freunde hatten ihn gewarnt. Nun sucht er außerhalb der Bahamas eine neue Bleibe. Seinen Häschern ist der inzwischen staatenlose Amerikaner bislang immer entwischt. So auch letztes Jahr, als das FBI Vesco auf dem Wasser fassen wollte: FBI-Agenten hatten von einem geplanten größeren Segeltörn des Geldschwindlers erfahren. Die U.S. Coast Guard bekam Order, das Vesco-Schiff in internationalen Gewässern aufzubringen. Das Wachboot lauerte vergebens: Der Finanzjongleur hatte seinen Törn kurzfristig abgeblasen.