Rohstoff Frau - DER SPIEGEL
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Artikel 67 / 75

Briefe

Rohstoff Frau
• aus DER SPIEGEL 30/1985
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rohstoff Frau

(Nr. 27/1985, SPIEGEL-Titel: Sex-Import, der Handel mit exotischen Frauen) *

Ich danke dem SPIEGEL, daß er versucht, die Klischees und Verharmlosungen der »Tourismus-Prostitution« in der Dritten Welt als das zu kennzeichnen, was es ist: Ausbeutung, Unterdrückung, Erniedrigung - Teil eines gefährlichen, sich ausbreitenden Touristik-Kolonialismus. Ich wünsche mir, daß Sie auf diesem Gebiet fortfahren. Erzählen Sie Ihren Lesern die katastrophalen Zusammenhänge zwischen Tourismus-Förderung in der Dritten Welt und dem, was für das betroffene Land übrigbleibt. Erzählen Sie, daß in den meisten Fällen nur die Hotel-Multis Profit machen und daß für das Land nur ein gestörtes soziales Verhalten und - die Prostitution bleibt.

Tübingen HERBERT SCHAUMBURG Reiseverkehrskaufmann

Besonders gravierend finden wir, die Interessengemeinschaft der mit Ausländern verheirateten Frauen (IAF), die Tatsache, daß auch hier wieder eine doppelte Moral zutage tritt. Wir haben unsere Männer und Partner ganz gewiß nicht aus Katalogen bestellt, trotzdem werden wir in schärfster Form diskriminiert, weil wir uns »mit Ausländern eingelassen« haben! Deutsche Ehrenmänner können jedoch unbeschadet »Exotinnen« importieren, ja sie steigern sogar dadurch Ansehen und Wert in der Gesellschaft, die sich aufgeklärt und tolerant nennt.

Aachen AGI ASHOUR

Natürlich mag es im Mief eifernder deutscher Frauenclubs schwer begreifbar sein, mit welchem Charme und mit welcher Lebensfreude der Großteil der thailändischen Frauen ihre oft schwierige Lage meistert und mit welcher Mühe und mit welch großer Liebe viele thailändische Mütter für ihre Kinder sorgen. Bezeichnend für das Verständnis der Verfasserin ist, daß diese Frauen und Mütter fast durchweg »Mädchen« genannt werden.

Korntal (Bad.-Württ.) MANFRED SCHÖNROCK

Ein erstklassiges Thai-Mädchen verlangt nicht, erwartet aber eine tägliche Unterhaltszahlung zwischen 50 und 100 Mark, so daß dadurch einschließlich Hotel, Essen und »shopping« Kosten von zirka 200 Mark täglich anfallen. Eine erstklassige »body to body-massage« kommt auf mindestens 120 Mark und der ganze Urlaub von 14 Tagen somit für den Sex-Touristen auf rund 7000 Mark. Pro Tag sind das etwa 500 Mark. Viele »seriöse« deutsche Hausfrauen wären sicherlich bereit, weit unter diesem Betrag hinter dem Rücken ihres Ehemannes Fremd-Sex zu machen, obwohl sie im Gegensatz zu den Thais auf das Geld nicht unbedingt angewiesen sind. Was Männer, die es sich leisten können, trotzdem veranlaßt, in die Ferne zu schweifen und dafür weitaus mehr Geld auszugeben, ist der Charme der jungen, hübschen, lieben, nichtrauchenden, nichttrinkenden Thai-Mädchen. Solche Männer mögen halt keine alten, arroganten, trinkenden, rauchenden, maskulinen Emanzen.

Recklinghausen DR. OTTO GROSSJOHANN

Das schlitzäugige Covergirl mit der schlitzohrigen Seitenansicht weist mit seinen leuchtenden Neonbrüsten auf die drängende Thematik der Jahreszeit. Endlich ergreift auch der SPIEGEL ein heißes Eisen, das auch sonst nirgendwo liegengelassen wird, und liefert sogleich ein Stückchen Sozialkritik zum Be-fassen für das laue Sommerloch. Just zur Urlaubszeit, wenn die Bums-Bomber schwer mit scharfer Ladung überfrachtet sind, finden wir das notwendige Info-Material in seltenem, aber sattem Porno-Buntglanz.

Krefeld PETER SCHMIDT

Richter und Staatsanwälte müssen nicht nur hilflos zusehen, oft genug entscheiden sie auch gegen die ausländischen Frauen und für die deutschen Männer: Da wird die (unschuldige) Filipina innerhalb von vier Tagen ausgewiesen, der (schuldige) Vermittler und Betrüger aber hat monatelang Zeit, sich auf eine Haussuchung vorzubereiten. Es wird eben mit zweierlei Maß gemessen - nicht nur was Männer und Frauen angeht. Auch Deutsche und Ausländer sind eben doch nicht »gleich«. Und wer gar aus einem Entwicklungsland kommt, muß damit rechnen, für ebenso verfügbar gehalten zu werden wie die Rohstoffe seines Landes.

Kerpen-Buir (Nrdrh.-Westf.) HEINZ G. SCHMIDT

Ich bin mit einer Chinesin verheiratet, die ich aber ganz normal im China-Restaurant kennenlernte. Deshalb habe ich Verständnis dafür, daß Deutsche, die - mit seriösen Absichten - eine Exotin heiraten wollen, eine Agentur einschalten, die stellvertretend den diskriminierenden »langen Marsch durch die Institutionen« absolviert. Und deshalb haben meine exotische Frau und ich keinerlei Verständnis dafür, daß Sie deutsch-asiatische Ehen so pauschal ins Lächerliche ziehen und Deutsche, die Exotinnen heiraten, als irgendwie verhaltensgestört einstufen.

Bendorf-Sayn (Rhld.-Pf.) WOLFGANG HÜBNER

Die armen, armen Frauen (scheinbar nicht nur die deutschen). Sie gucken und beurteilen ihren Zukünftigen nach finanziellen Maßstäben und wundern sich dann, daß man sie für austauschbar ansieht und auch so behandelt.

Weinstadt (Bad.-Württ.) CHRISTIAN ESSER

Besser zwei Nummern in der Horizontalen für 800 bis 1000 Bath als einen Monat arbeiten für 800 Bath in der Vertikalen.

Kamen H. MEYER

Wir sind erstaunt, daß das einzige deutschsprachige Buch aus feministischer

Sicht nicht erwähnt wurde: Kathleen Barry: »Sexuelle Versklavung von Frauen«, sub rosa Frauenverlag, 1983. In diesem Buch ist der nie zuvor veröffentlichte Interpol-Bericht zum Thema Frauenhandel vorgestellt worden.

Berlin R. BURGARD sub rosa Frauenverlag GmbH

Den Menschenhandel mit Frauen wird es noch so lange geben, wie Männer die politische und wirtschaftliche Macht in ihren Händen halten.

Mönchengladbach ELKE GROSS

Da Behinderte, Kleinwüchsige und Alte bei den deutschen anspruchsvollen Emanzen sowieso keine Chancen haben, sind die bescheidenen und warmherzigen Asiatinnen für viele wahre Engel und Glücksbringer.

March (Bad.-Württ.) GUSTAV HERZOG

Ich höre sie schon, die »Schwanz abschneiden« keifenden teutschen Emanzen, die ihre eigenen Begierden nur noch inkognito im Fasching und auf Mallorca austoben können. Doch halt, schreiben Sie nicht auch, daß drei von vier Thailandbesuchern Männer seien: das macht bei über zwei Millionen doch auch immerhin 500000 Frauen. Ob die alle nur wegen der Tempel dorthin düsen? Weshalb sehe ich denn dort so manch deutsche Maid Arm in Arm mit einem schlanken Thai-Boy etwas abseits durch die Straßen schlendern?

Waging (Bayern) DETLEV CHMELARZ

BRIEFE *KASTEN

Resozialisierungs-Hilfe

(Nr. 25/1985, Personalien) *

Auf einsamen Beschluß des ruhmreichst als Niedersachsens Justizminister bekanntgewordenen Gesellschaftspräsidenten Professor Schwind soll Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann durch die Deutsche Kriminologische Gesellschaft die goldene Beccaria-Medaille verliehen werden. Das erregt Unmut.

Cesare Bonesana Graf von Beccaria hat in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die kriminalpolitischen Reformgedanken der Aufklärung zu einem geistigen Gemeingut der zivilisierten Welt gemacht. Namentlich bekämpfte er leidenschaftlich Todesstrafe und Folter und trat für die Reform des bestehenden Strafrechts ein. In der Tat scheint diese Reformgeneigtheit auf Friedrich Zimmermann wenig zu passen. Ja, um die Wahrheit zu sagen, scheint uns kaum weniger geistige Affinität zwischen zwei Menschen zu bestehen! Der Bundesinnenminister ist eigentlich dadurch hervorgetreten, daß er Reformen der sozial-liberalen Regierung ins böse Alte zurückwenden möchte, sei es im Demonstrationsstrafrecht, sei es im Datenschutz.

Andererseits trägt Kriminologe Schwind durch die Ehrung zu einer durchaus gebotenen Resozialisierung des Friedrich Zimmermann bei. Wir erinnern uns noch der mehr oder weniger mißlungenen Sottisen, die der Ärmste erleben mußte, als er zur Ministervereidigung des Bundeskabinetts antrat: Man solle doch den »schwörgeschädigten«, den »Eidesakrobaten«, die »Old Schwurhand« besser im Garten des Bundeshauses vereidigen, damit die Holztäfelung im Innern sich nicht bewege und dergleichen mehr.

Diese Resozialisierungsfeinde konnten es offenbar nicht verwinden, daß eine stets zum Verzeihen bereite christliche Union etwaigen Missetätern nichts nachträgt, sie vielmehr liebevoll aufnimmt und ihnen gar steile Karrieren öffnet. So ergibt sich ein gar schönes Beispiel gelungener Resozialisierung!

Hannover DR. WERNER HOLTFORT MdL Bundesvorsitzender des Republikanischen Anwalts-Vereins

BRIEFE

Freundliche Hechtklößchen

(Nr. 26/1985, Medien: Innen-Staatssekretär Carl-Dieter Spranger beklagte »Fernseh-Negativismus« und »Katastrophenmentalität") *

Wenn Herr Spranger beklagt, daß die Fernsehanstalten praktisch nichts mehr berichteten über die »wirtschaftlichen Erfolge, über den Wohlstand, über gesunde Familien, vernünftige Kinder, fleißige Studenten und über tüchtige Arbeitnehmer, die nicht demonstrieren«, kann ihm geholfen werden. All' seine Erwartungen werden täglich vom »Neuen Deutschland« voll erfüllt. Als Staatssekretär im Innenministerium stehen ihm sogar Freiexemplare zur Verfügung.

Heidelberg KLAUS STAECK

Die Zeit dürfte nicht mehr fern sein, in der uns ein Bundespropagandaministerium mit einem fünften CSU-Minister (Spranger?) an der Spitze beschert wird. Dann hat auch der SPIEGEL nichts mehr zu lachen.

Heidelberg ALMUTH POTCHINKOV

Herr Spranger hat bei seinem Medienausfall wohl noch nicht erkannt, daß Ansätze einer positiven Berichterstattung im Fernsehen längst vorhanden sind. So sei er daran erinnert, daß sich

die Taten seines Kanzlers im TV oftmals auf die Aufzählung exquisiter Speisefolgen erstrecken, wobei eine Hechtklößchensuppe das Bild unseres Bundeskanzlers auch sicherlich freundlicher gestaltet als all die kleinen Skandälchen und Pannen. Wenn jetzt noch täglich ein Bulletin über die Befindlichkeit der hochwohlgeborenen Herrschaften im Buckingham-Palast an Stelle all der unwichtigen Bürgerkriege, Katastrophen etc. über die Mattscheiben flimmert, steht der schönen, neuen Welt Sprangers nichts mehr im Wege.

Arnsberg KARL-HEINZ SCHMALT

Wenn die Berichterstattung durch die Medien nach dem Geschmack des Herrn Spranger - oder etwa des ganzen Bundesinnenministeriums - ablaufen sollte, würde dies genau in denselben Zuständen enden, wie sie das damalige Reichspropagandaministerium für wünschenswert gehalten hat.

Köln ERNST WILHELM WENZ

BRIEFE

Erfrischendes von der Alb

(Nr. 26/1985, Richter: Ein schwäbischer Amtsrichter spricht Gurtmuffel frei) *

Angesichts einer amorphen Masse subalterner Karrieristen im öffentlichen Dienst ist die Erscheinung des »Dorfrichters« Maier von der Schwäbischen Alb herz- und geisterfrischend.

Baiersbronn (Bad.-Württ.) RÜDIGER REGNER

Das Freisprechen des Gurtmuffels war geradezu logisch. Oder hat man schon davon gehört, daß bald der Verkauf von Alkohol und Zigaretten verboten wird? Hieran könnte man nämlich ermessen, wie ernst es der Staat mit seiner Sorge um die Volksgesundheit wirklich nimmt. Man denke nur daran, daß ein sehr hoher Prozentsatz aller Verkehrsunfälle auf Alkoholkonsum zurückzuführen ist. Sind die Politiker etwa auf einem Auge blind?

Speyer STEFAN SEFNER JUN.

Mein bisheriges Bild von einem etablierten Juristen der zweiten Lebenshälfte war das eines schwerbewegbaren, strengkonservativ Agierenden, welcher gesellschaftspolitischen Novitäten oder durch Zeit gewandelten geistigen Strömungen nicht ohne weiteres zu folgen imstande war infolge eines statischen, bereits verstaubten Rechtsbewußtseins. Um so angenehmer überrascht bin ich von der interessanten Erscheinung Maiers, den ich mir für etwaige zukünftige Konflikte mit dem Gesetz als Gegenüber wünschen würde.

Köln MARIO LUKAS

Wenn Bundesverdienstkreuze tauglich wären, Leute mit Rückgrat auszuzeichnen, so würde ich Herrn Maier vorschlagen; ich denke mir, das wäre ihm lästig.

Öhningen (Bad.-Württ.) VOLKER WALLER

Nach meiner Auffassung dürfen niemals vorwiegend pragmatische Gründe

(Kostenersparnis für die Allgemeinheit) ausschlaggebend sein, ein Gesetz durchzusetzen, das nicht dem freiheitlichen Geist der deutschen Verfassung entspricht, sondern ausdrücklich widerspricht. Es hat zuweilen den Anschein, daß bestimmte tatsächliche oder auch zweifelhafte Verkehrsdelikte in Deutschland mit den gleichen fragwürdigen Gangarten verfolgt werden wie in bestimmten totalitären Staaten politische Delikte.

Heidelberg EDGAR FLINKERBUSCH

Es lebe der Amtsrichter Helmut Maier!

Fürstenfeldbruck DR. MED. WOLFGANG KLINGER

Nur schade, daß derlei in der geldverliebten Gartenzwergrepublik auch nichts mehr fruchten wird.

New York H. D. LAUN

BRIEFE

Unter Hyänen

(Nr. 28/1985, SPIEGEL-Reporter Jürgen Leinemann über das erste Amtsjahr Richard von Weizsäckers) *

Bei allem Respekt, den Richard von Weizsäckers souveräne Amtsführung einem abnötigt, fragt sich doch, ob der Präsident ein solcher Glücksfall für unser Land ist. Verglichen etwa mit Walter Scheel, der - nicht zuletzt dank seiner liebenswert-unkomplizierten Frau Mildred - ein wahrer Bürgerpräsident war, scheint mir Richard von Weizsäcker aufgrund seiner bei aller Aufgeschlossenheit stets sichtbaren Reserviertheit eher geeignet, die überwunden geglaubte Distanz zwischen Staatsoberhaupt und Bürgern wiederzubeleben.

Münster HERBERT BEHNKE

Endlich einmal ein Mann in Deutschland, der die Maßstäbe wieder zurechtrückt. Manchmal glaubt man ja, nur noch unter Hyänen, Irren und Tölpeln zu sein.

Bad Aibling HEDWIG RATKA-CHRISTELY

Ungern korrigieren wir Ihren interessanten Artikel über den Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, aber die Schallplatten-Version »Die Rede« gibt es weiterhin als LP und MusiCassette im Handel. Bisher wurden über 12000 Exemplare verkauft.

Hamburg KLAUS-D. MEKITT Hanseatische Tonträger Vertriebs-G.m.b.H.

Als SPIEGEL-Leserin habe ich diesen ausgewogenen, klugen und menschlichen Artikel an meine Freunde, die ihn nicht gelesen haben, als Photokopie weitergegeben.

Göttingen MARIANNE NERGER-KERTELL

Ist dieser Bundespräsident wirklich die Inkarnation der Idealvorstellung eines Bundespräsidenten? Bleibt nicht nach wie vor Gustav Heinemann der charaktervollste aller bisherigen Präsidenten? Diese Frage sei erlaubt. Offenkundig sind wir Deutschen ein sehr vergeßliches Volk, dem dazu nach wie vor die demokratische Reife fehlt. Vor einigen Jahren starben in einem Berliner Gefängnis auf schrecklichste Weise sechs Ausländer den Feuertod. Hat der damalige Berliner Oberbürgermeister eigentlich die politische Verantwortung dafür jemals übernommen? Ich wüßte davon nichts. Ja nicht einmal den Ausländer-Hasser Lummer hat er in die Wüste geschickt. Nein, dieser Bundespräsident mag geistvoll und intelligent sein, Charakter hat er nicht. Merkwürdig, daß wir alle so leicht zufriedenzustellen sind.

Hannover JÜRGEN FLOERKE

Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat die Justizvollzugsanstalt Straubing/Bayern besucht, eine berüchtigte Anstalt, die zum Teil noch nicht einmal Wassertoiletten hat. Für die Inhaftierten dort war dies ein Zeichen, das noch kein Präsident vor ihm gesetzt hat. Richard von Weizsäcker lebt, was er sagt. Er ist wohl der einzige Mann in der Union, der unter der »Wende« nicht ein »Zurückgehen« verstanden hat.

Werl (Nrdrh.-Westf.) ERWIN P. REMUS

Von Herrn Leinemanns Hofberichterstattung ist mir ganz schlecht geworden. Diese Lobhudelei auf den amtierenden Bundespräsidenten ist wirklich peinlich. Die Entwicklung der Familie von Weizsäcker in diesem Jahrhundert erinnert doch sehr an den bizarren Lebensweg eines der großen Opportunisten der Weltgeschichte, nämlich an den Lebensweg des Herrn von Otranto, dessen bürgerlicher Name Joseph Fouche lautet.

Berlin HERBERT WOOSCH

BRIEFE

Schnuppernde Schweinebeamtin

(Nr. 27/1985, Polizei: Ein Wildschwein im öffentlichen Dienst) *

Oh, ihr unflexiblen, paragraphenreitenden deutschen Beamten! Die finnische Polizei läßt bereits seit mehr als 15 Jahren die Sau raus - der Erfolg gibt ihr recht.

Würzburg JOUKKO HIRVENSALO

Glückliche Wildsau Luise, du brave, weltweites Aufsehen erregende, heroinschnuppernde niedersächsische Schweinebeamtin! Dir wurde zuteil, was den meisten Sterblichen versagt bleibt: Du wurdest im SPIEGEL gelobt. Nicht einmal Johann Sebastian Bach war solches vergönnt.

Kehl am Rhein KURT GANSS

Mein Mann ist seit 18 Jahren bei der Schutzpolizei und versucht seit anderthalb Jahren vergeblich, seine Versetzung nach Niedersachsen zu erwirken. Für ein Wildschwein werden Gesetze geändert. Bei einem Polizeibeamten stellt sich die Regierung stur. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Laudenbach (Bad.-Württ.) LISELOTTE WAIBEL

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