ROMANPREIS
Sie haben im SPIEGEL einen Artikel über die Affäre mit meinem Buche »Die verspäteten Reportagen«, das vom Hegner Verlag in Köln unter Bruch des Copyright herausgegeben wurde, veröffentlicht. Ich danke Ihnen für die Objektivität, die Eurer Zeitschrift im allgemeinen eigen ist.
Solche Affären liebe ich am wenigsten, ich lehne jegliche persönliche Reklame und Publizität ab; aber der Bruch des Copyright durch den Hegner Verlag ist, wenn ich nicht irre, einmalig da und hat keinen Präzedenzfall. Es ist doch kein Schmöker- oder Schundverlag!
Zur Information möchte ich Sie auf kleine Unrichtigkeiten, die meine Person angehen, aufmerksam machen. Ich habe nicht den Staatspreis für die »Verspäteten Reportagen« erhalten, sondern für einen Roman. Und ich hatte mit diesem Buche, das heißt mit den »Reportagen«, überhaupt keine Schwierigkeiten gehabt. Nie ist eine
Arbeit von mir so glatt und reibungslos erschienen. In dem SPIEGEL -Artikel dagegen schätze ich hoch, daß Sie meine Erklärung über das Nichteinreihen der Story »Nächtliches Gespräch« gegenüber der vom Hegner Verlag verbreiteten vulgären Version respektieren.
Preßburg LADISLAV MNACKO
Chefredakteur der Wochen-Zeitschrift »Kultúrny zivot«
Mnacko