Rummel
Rommel zieht nach wie vor. Seit letztem Wochenend können die Engländer Brigadegeneral Desmond Youngs Rommel-Buch kaufen. Die Voranzeige des Verlags schmückt ein Zehn-Zentimeter-Feldherinbild. Darunter liest man: »Die Geschichte des deutschen Generals, der Tripolis verteidigen sollte und - entgegen dem Befehl - beinahe Alexandrien eroberte; der einsah, daß Deutschland den Krieg verlieren mußte und den Mut besaß, es Hitler zu sagen; den die Verschwörer zum Nachfolger Hitlers wählten und der die Bedingungen für einen Waffenstillstand mit den Westmächten entwarf; der mit gezogener Pistole Selbstmord verübte, um Frau und Sohn zu retten. Ein Buch, das auch Sie in bebende Erregung versetzen wird.« - Collins buchten bereits 100000 Vorbestellungen auf das Buch. Auch Feldmarschall Wavell, Rommels erster Gegner in Nordafrika las es. Seine Meinung: »Wahrscheinlich können wir uns glücklich schätzen, daß Hitler und nicht Rommel die Strategie der Achse leitete.«