Sammy Sosa - DER SPIEGEL
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Sammy Sosa

• aus DER SPIEGEL 2/2000
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Sammy Sosa, 31, gefeierter US-Baseballspieler mit mächtigem Schlag, wird derzeit in seiner dominikanischen Heimat ausgebuht. Grund: Der großzügige Spender, der 1999 gegen Mark McGwire im Wettbewerb um die meisten Homeruns nur knapp unterlag, gibt nach Ansicht seiner Landsleute nicht reichlich genug. Nachdem der Hurrikan George 1998 über die Dominikanische Republik hinweggefegt war, hatte Sosa angeblich versprochen, wie der Bürgermeister seiner Heimatstadt San Pedro de Macorís sich erinnert, »dass er 1000 Häuser wieder aufbauen werde, doch das hat er nicht getan«. Stattdessen spendierte die von Sosa gegründete Sammy Sosa Foundation 40 Tonnen Reis, 10 000 Flaschen Wasser und 7 Tonnen Bohnen. Die Bedürftigen der 140 000 Einwohner zählenden Stadt von San Pedro kippten den Reis, so der Bürgermeister, verärgert über die als zu gering empfundene Spende, auf die Straßen. Die Unzufriedenheit über Sosas Spendierhosen äußerte sich erst, als er im vergangenen November sein neues 5-Millionen-Dollar teures Haus in der Hauptstadt Santo Domingo bezog und als bekannt wurde, was Sosa mit Werbeverträgen und Spielergehalt in vier Jahren einnimmt: rund 67 Millionen Dollar. Da half auch nicht, dass Sosa, der als Kind mit Schuhputzen in San Pedro sein erstes Geld verdiente, im vergangenen September dort eine Kinderklinik einrichtete mit kostenloser medizinischer Behandlung. Insgesamt hat die Sosa-Foundation bislang drei Millionen Dollar ausgegeben für wohltätige Zwecke, offenbar nicht genug, wie Sosa erfahren musste: »Je mehr du tust, umso weniger Leute grüßen dich auf der Straße. Ich bin wirklich sehr, sehr enttäuscht.«

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