Ein britischer Edelmann (Richard Harris) wird von Indianern um 1825 mit dem Lasso eingefangen und muß wenig standesgemäße Arbeit verrichten wie feindliche Krieger skalpieren oder Holz hacken. In Elliot Silversteins Film (USA 1969) wird viel siouxsch geredet - »Iyaina wowasekun wa« etwa ("Geh an die Arbeit") - aber sonst stimmt wenig: Die barbusige Squaw »Laufendes Reh« ist zwar echt barbusig, war aber eine ehemalige »Miss Griechenland«. Den Sioux-Häuptling »Gelbe Hand« bezog Hollywood, trotz aller Hinweise der Produzenten, wie authentisch der Film sei, von den Fidschi-Inseln.
22.30 - 0.25 Uhr. ARD.
Platoon
Zehn Jahre lang ging er mit seinem Vietnam-Drehbuch hausieren, bekam nur Probleme und kein Geld. Schließlich investierte ein englischer Produzent doch noch in das Projekt, und Oliver Stone und sein Film wurden mit Preisen überhäuft: vier »Oscars«, dreimal mit dem »Golden Globe«, dazu war er ein Riesen-Kassenknüller, ein Erfolg, mit dem 1986 im patriotisch gestimmten Amerika von Reagan und Rambo niemand gerechnet hatte. Denn Stone, 44, selbst Vietnam-Veteran, schildert den Krieg aus eigener Erfahrung als das, was er ist: ein dreckiges, brutales, verrohendes Geschäft.