NORDKOREA Sanktionen gegen den lieben Führer
Auf Nordkoreas Drohungen mit einem militärischen Präventivschlag und neuen Raketentests erwägt Japan mit massiven Sanktionen zu reagieren. Sollte das stalinistische Land sein Nuklearprogramm aggressiv weiter vorantreiben, würde Tokio vermutlich die Schiffsverbindung zwischen dem nordkoreanischen Hafen Wonsan und dem japanischen Niigata kappen - Pjöngjang nutzte diese Route, um Hightech-Anlagen zur Aufrüstung seiner Streitkräfte ins Land zu schmuggeln. Auch die bislang geduldeten illegalen Geldtransfers der in Japan lebenden Koreaner könnte Tokio schärfer überwachen oder gar ganz stoppen.
Die Millionenbeträge zählen zu den wichtigsten Deviseneinnahmen für das marode Regime Kim Jong Ils, der vergangene Woche den Atommeiler von Yongbyon offenbar wieder anfahren ließ, angeblich zur Stromgewinnung. US-Geheimdienste vermuten jedoch, dass Pjöngjang hier binnen Monaten genug Plutonium für vier bis sechs Atombomben gewinnen könnte. Als Washington daraufhin die Verstärkung seiner Streitkräfte in der Region ankündigte, drohte Pjöngjang, im Falle einer »US-Aggression« die koreanische Halbinsel in »Schutt und Asche« zu legen.