SATISFAKTION
(Nr. 49/1954, Hohlspiegel, und Nr. 51/1954, Briefe)
Die Linie, die der Zahnarzt Dr. Schlieter mit seinem im SPIEGEL geschilderten Verhalten begann, wird durch die versuchte Ehrenrettung des Waffenstudenten Ernst Joachim Meusel nur fortgesetzt. Ein solch geschraubter Briefstil, verbunden mit dem dargelegten Inhalt, gibt die schlagenden Verbindungen erneut der Lächerlichkeit preis. Das Mitleid, das nicht die schlechtesten Bürger beim Anblick der vielfältigen Lebensäußerungen der Korporationen befällt, findet leider auch hier seine Berechtigung. Ob da »Fuchsenstunden« etwas ändern können? Wohl kaum, wie Herr Meusel wieder einmal schlagend bewiesen hat.
Bonn
Dr. Ilse Grosse
... Herr cand. jur. Meusel müßte doch wissen, daß es im Strafgesetzbuch einen Paragraphen 201 gegen die Herausforderung zum Zweikampf gibt, wenn schon Dr. Schlieter als Zahnarzt nichts vom Recht versteht ...
München
W. Baranowsky
... Zur Klärung der Situation kurz folgendes: Ein Patient, fleißig, strebsam, tüchtig, hatte sich dazu verstiegen, mir unsaubere Motive zu unterstellen. Sofort zur Rede gestellt und darauf hingewiesen, daß es sich um ein Mißverständnis gehandelt habe und er nicht berechtigt sei, hieraus falsche Schlüsse zu ziehen, blieb er bei seiner Beleidigung. In meinem vom SPIEGEL angeführten Brief wurde der Versuch unternommen, ihn zur Einsicht zu bringen ...
Steinhorst
Dr. Schlieter
Hier die Antwort der Steinhorster Bauern an Hohlspiegel-Zahnarzt Dr. Schlieter: ... Sie sollen Ihre Genugtuung bekommen, Herr Dr. Schlieter. Bald nach Weihnachten - um Ihrer Familie die Weihnachtsfreude nicht zu trüben - wird Ihnen unsere Forderung - auf Saufeder - überbracht werden. Unsere Berufsehre verbietet uns leider, Sie auf schwere Säbel zu fordern.
Steinhorst
Jak vom Berge