Schande
Als zwanzigste politische Partei Schleswig-Holsteins*) konstituierte sich in Rendsburg die »Schleswig-Holsteinische Wählergemeinschaft«. Sie ist die erste bundesdeutsche Partei, die erklärtermaßen den Flüchtlingseinfluß zurückdrängen will. Von 69 schleswig-holsteinischen Landtagsabgeordneten seien nur 28 auf schleswig-holsteinischem Boden geboren, von sechs Ministern seien nur zwei Schleswig-Holsteiner. - Als politischer Ableger der unpolitischen »Schleswig-Holsteinischen Gemeinschaft«, deren Gründung Bundespräsident Heuss als Schande empfunden hatte, will die SHW
*) 1. CDU, 2. FDP, 3. Deutsche Partei, 4. SPD, 5. BHE, 6. Deutsche Reichspartei, 7. Sozialistische Reichspartei, 8. Deutsche Konservative Partei, 9. Südschleswigscher Wählerverband, 10. Sozialdemokratische Partei Flensburg, 11. Deutsche Sammlungsbewegung, 12. KPD, 13. Universaldemokratische Union 14. Freisoziale Union (alte radikal soziale Freiheitspartei), 15. Nationaldemokratische Partei, 16. Zentrum, 17. Radikalsoziale deutsche Arbeiterpartei, 18. Deutscher Block, 19. Schleswig-Holsteinische Bauern- und Landvolkpartei. den Flüchtlingsanteil in Regierungsstellen auf 20 Prozent beschränken.