Schock durch Chips - DER SPIEGEL
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VERBRAUCHERSCHUTZ Schock durch Chips

• aus DER SPIEGEL 18/2002
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Die angebliche Entdeckung einer Krebs erregenden Substanz in Pommes frites und Kartoffelchips alarmiert die Weltgesundheitsbehörde (WHO). Nach einer internen Krisensitzung in Genf erklärte Gerald Moy, WHO-Experte für Lebensmittelsicherheit, dass hohe Konzentrationen des in Kartoffelprodukten gefundenen Acrylamids »ein sehr großes, globales Problem« sein könnten. Auf einem Expertentreffen im Juni wolle die Organisation nun mögliche Risiken durch das Nervengift klären, das nicht in Lebensmitteln vermutet wurde. Acrylamid war lediglich als Bestandteil von Kunststoffen, zum Beispiel Dichtungsmitteln, bekannt. Die neue Studie der schwedischen Lebensmittelbehörde, nach der sich WHO-Grenzwerte weit überschreitende Mengen von Acrylamid in Chips und frittierten Kartoffeln sowie in Knäckebrot und Cornflakes anreichern, hält Moy allerdings für noch nicht fundiert. Besorgt über die Untersuchungsergebnisse der Schweden zeigen sich auch deutsche Experten. »Wenn man Lebensmittel wie Pommes frites hoch genug erhitzt«, so Siegfried Warwel von der Bundesanstalt für Getreide-, Kartoffel- und Fettforschung, »können sich da Tod und Teufel bilden.«

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