Schöngeredet - DER SPIEGEL
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HAMBURG Schöngeredet

• aus DER SPIEGEL 12/2002
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Im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des 5,99-Prozent-Anteils der Stadt Hamburg an der DaimlerChrysler Luft- und Raumfahrt Holding hat der Senat die Bürgerschaft offenbar zweimal falsch informiert. 403 Millionen Euro sollten durch das Aktiengeschäft in die Stadtkasse kommen - zur Finanzierung der 665 Millionen Euro teuren Elb-Aufschüttung im Mühlenberger Loch. Die war Voraussetzung für die umstrittene Erweiterung des Hamburger Airbus-Werks (SPIEGEL 11/2002). Sowohl Wirtschaftssenator Thomas Mirow (SPD) als auch sein Nachfolger Gunnar Uldall (CDU) hatten in »Mitteilungen an die Bürgerschaft« (Mai 2001 und Januar 2002) behauptet, es gebe »Verkaufsverhandlungen« zwischen der Stadt und DaimlerChrysler, bei denen das Unternehmen sich »grundsätzlich an einem Erwerb der Hamburger Anteile interessiert« gezeigt habe. Ein Sprecher des Konzerns wies diese Darstellung zurück: »Wir haben nie eine Absichtserklärung bezüglich eines Erwerbs der Anteile abgegeben und sind auch heute an einem solchen Kauf nicht interessiert.« Dabei wären sie, im Vergleich zu früher, günstig zu haben, beträgt der Börsenwert des Pakets zurzeit doch nur noch rund 200 Millionen Euro. Ein Sprecher der Hamburger Wirtschaftsbehörde gab sich wortkarg: »Über die Gespräche mit Vertretern von DaimlerChrysler ist Stillschweigen vereinbart. Dazu gibt es keine weiteren Kommentare.«

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