Schottisches Opium - DER SPIEGEL
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DROGENHILFE Schottisches Opium

• aus DER SPIEGEL 29/2000
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Die Firma Macfarlan Smith Ltd. soll das Opium für einen Großversuch in Deutschland liefern, bei dem im kommenden Jahr in sieben Städten Heroin an Schwerstsüchtige abgegeben werden soll. Macfarlan Smith mit Sitz im schottischen Edinburgh ist der größte europäische Importeur von Opium für medizinische Zwecke.

Das Opium soll in der Schweiz, wo bereits seit 1994 Heroin an Süchtige abgegeben wird, zu »Heroin in pharmazeutischer Standardqualität« verarbeitet werden. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte entsprechende Verhandlungen mit dem schweizerischen Bundesamt für Gesundheit in Bern. Die Herstellungskosten betragen etwa hundert Mark für die Zehn-Gramm-Flasche reinen Heroins, mit der ein Süchtiger 25 Tage versorgt werden kann. Um die Durchführung der klinischen Studie haben sich zwei Expertengruppen der Universitätskliniken Essen und Hamburg beworben; 700 Abhängige in Hamburg, Hannover, Essen, Köln, Frankfurt, Karlsruhe und München sollen an dem Großversuch teilnehmen.

Mitte September will eine Bund-Länder-Kommission entscheiden, wer den Zuschlag bekommt. Anschließend müssen noch die Ethik-Kommission und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte dem auf drei Jahre angelegten Versuch zustimmen.

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